Schule Menzberg heute

Die Schule Menzberg ist die höchstgelegene am Napf. Sie gehört zur Schulgemeinde Menznau und umfasst heute zwei Abteilungen, wo altersgemischtes Lernen gelebt wird.

Die Basisstufe begleitet Kinder vom Kindergartenalter bis zur 2. Klasse. Die Klassen 3 bis 6 sind in einigen Lektionen zusammengefasst zu einer Abteilung. Die Schülerzahlen in Menzberg bleiben stabil, so dass das Modell der Basisstufe und der 3.-6. Klasse weitergeführt wird.

Die Verbindung zu Menznau bildet das Postauto, welches alle Sekundarschüler und die Kindergartenkinder sowie die Primarschüler der Twerenegg nach Menznau bringt.

Weitere Informationen sind auf der Webseite der Schule Menznau zu finden.

Schule Menzberg früher

Im Jahre 1820 besuchten über 100 Kinder die Schule auf dem Menzberg. Die Schule war einst bei verschiedenen Höfen untergebracht, bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein Schulhaus gebaut wurde. Im Jahre 1976 konnte dann wiederum in einen Neubau umgezogen werden. Dort befindet sich die Schule noch heute.

Bereits um 1785 soll gemäss den Aufzeichnungen von Hermann Riedweg in der Winterzeit ein Wanderlehrer im unteren Dotzenberg tätig gewesen sein. Später sei eine solche Schule auch in Waldegg und in der Gutenegg geführt worden.

Josef Grütter wird als erster Lehrer der ersten staatlichen Schule Menzberg mit Standort in der Rengg genannt.  Diese wurde aufgrund der peripheren Lage aber nicht zahlreich besucht.

Über 100 Kinder besuchten den Unterricht bei Alois Schärli in der erstmals im Dorf geführten Schule. Zuerst führte er die Schule im unteren Zibershus. 1815/16 konnte der Unterricht im unteren Zibershus wegen mangelnder Hygiene, Flöhe, Wanzen und Läuse nicht weitergeführt werden. Die Tanzlaube des hinteren Zibershuses konnte zum neuen Unterrichtsraum umfunktioniert werden bis im Frühjahr 1820 ein neues Menzberger Schulhaus eingeweiht wurde. Man zählte dazumals in der Winterschule 65 Knaben und 38 Mädchen.

Nach dem Dorfbrand von 24. November 1823 konnten auch die Schüler ihren Schulsack zu Hause lassen. Dies dauerte aber nicht lange, da man am 9. Dezember in die gesäuberten Räumlichkeiten des unteren Zibershuses nutze. Der Raum wurde mit wackeligen Tischen und Bänken eingerichtet.

Das neue Schulhaus mit zwei Wohnungen im Parterre, eine für den Lehrer und eine für den Sigristen, wurde 40 Meter vom ersten Standort weg gebaut.

1875 musste die Schule aufgrund einer Überbelegung in zwei Abteilungen geführt werden. Im Zibershus fand man den entsprechenden Schulraum.

Die Schulraumprobleme wurden 1970 thematisiert. Besonders Vereine waren daran interessiert, weil das Kurhaus aus Platzgründen immer unzumutbarer wurde. Die 11köpfige Baukommission konnte einen ersten Erfolg an der Gemeindeversammlung vom 20.6.1974 feiern.  Da wurden 2 Millionen Franken für das neue Schulhaus gesprochen. Dies umfasste 5 Schulzimmer, 1 Turnhalle, 1 Schulsuppenraum, eine 4 ½ Zimmer-Wohnung und eine 1 ½ Zimmer-Wohnung sowie Zivilschutzräume.

Am 23. August 1976 war der erste Schultag im neuen Schulhaus. Leider wurde durch den Erziehungsrat die Oberschule Menzberg aufgehoben. Das eingeplante Realschulzimmer wich einem Kindergarten. Die vorhandenen Klassen wurden dann in 3 Abteilungen 1./2., 3./4. Und 5./6. geführt. Die Turnhalle dient bis heute für viele Dorf- und Vereinsveranstaltungen. Die Lehrer arbeiten traditionsgemäss aktiv in den kulturellen Vereinen mit.

(Quelle: Text Gemeindeverwaltung Menznau, Bilder aus dem Buch «Menzberg ein Zeitbild» von Xaver Vogel)